Jochen Kootz trainiert wieder die Sprinter des TuS Iserlohn

Comeback in der Leichtathletik

von Willy Schweer

Zurück zu den Wurzeln: So ist die Arbeit wohl zu verstehen, der sich Jochen Kootz seit einigen Wochen widmet. Der Mitbegründer und langjährige Vorsitzende des Iserlohner Triathlon-Teams startete seine sportliche Karriere als Leichtathlet, als Sprinter. Jetzt ist er wieder in diesem Metier.

Wer die Rekordlisten des TuS Iserlohn durchsieht, stößt zwangsläufig auf seinen Namen. 10,6 Sekunden über 100 m, 21,9 über 200 m, 42,0 über 4x100 m: Das sind VereinsBestmarken, für die Kootz verantwortlich war. Ein anderer Rekord, nämlich die 44,0 der A-Jugendlichen im 4x100-m-Wettbewerb, den der Iserlohner 1962 zusammen mit Dieter Westerhoff sowie Horst und Klaus Sommer aufstellte, soll nun durch eigenes Zutun gelöscht werden. Dazu bringt der Ex-Sprinter, der später zum Marathonläufer und Triathleten wurde, die aktuelle Sprintergarde seines TuS in Schwung. „Ziel ist es, den Rekord zu unterbieten und natürlich auch die Qualifikation für die deutsche Meisterschaft zu laufen,” betonte der 67-Jährige, der zurzeit dreimal wöchentlich am Hemberg aktiv ist.

Sein Comeback in der Leichtathletik hatte mit dem aktuellen Übungsleitermangel beim TuS zu tun, dem er seit 52 Jahren angehört. „Und weil ich ein Rentner bin, der Zeit hat, habe ich spontan zugesagt, als man mich fragte,” so Kootz, der durch seine neue Aufgabe die sonstigen sportlichen Aktivitäten aber nicht über Gebühr zurückfahren will. 8 000-Rennradkilometer im Jahr sind Pflicht, die Teilnahme am Iserlohner Silvesterlauf ist es ebenfalls, und Konditionstrainer bei der ERG Iserlohn bleibt er auch. „Meine Triathleten kommen gut ohne mich klar, so dass ich ohne ein schlechtes Gewissen dem TuS helfen kann.”

Mit intensivem Studium der Fachliteratur hat sich Kootz auf den neuesten Stand der Trainingslehre gebracht - und dabei festgestellt, dass sich im Vergleich zu seiner Aktivenzeit nicht so viel geändert hat. Die Arbeit mit den sieben Sprintern der Gruppe bereitet ihm viel Spaß, und wenn zum Jahresende neue Namen in der vereinsinternen Rekordliste stehen, hat sich sein Einsatz sicherlich gelohnt.

IKZ, www.der westen.de - 15.05.2009